ARTICULATIO COXAE

Das Hüftgelenk: Stabilität und Schrittmechanik

Das Hüftgelenk verbindet Becken und Oberschenkel. Als kräftiges Nussgelenk trägt es das gesamte Rumpfgewicht und balanciert unseren aufrechten Stand aus.

Hüfte Bewegung und Funktion

Kurz erklärt: Was ist das Hüftegelenk?

Das Hüftgelenk verbindet Becken und Oberschenkel. Als kräftiges Nussgelenk trägt es das gesamte Rumpfgewicht und balanciert unseren aufrechten Stand aus.

Anatomischer Aufbau im Detail

Jedes Gelenk ist ein hochgradig austariertes Gefüge aus festen und elastischen Gewebsschichten:

Bewegungsumfang (Range of Motion)

Physiologischer Bewegungsraum: Beugung 120–140°, Streckung 10–15°, Abduktion 30–45°, Innen-/Außenrotation.

Um diesen Bewegungsumfang zu erhalten, benötigt das Gelenk regelmäßige endgradige Reize im schmerzfreien Raum.

Im Alltag: Bewegungsmuster & Belastungen

Das Ein- und Aussteigen ins Auto, Treppensteigen, Bücken und der aufrechte Zweibeingang fordern maximale Hüftzentrierung.

Muskelkraft: Die aktiven Schienen des Gelenks

Der Musculus gluteus medius sichert das Becken beim Einbeinstand und verhindert das seitliche Absinken des Rumpfes beim Gehen.

Beweglichkeit: Warum Einschränkungen entstehen

Stundenlanges Sitzen verkürzt die vorderen Hüftstrukturen, was die Hüftstreckung einschränkt.

Häufige Beschwerdebilder (sachlich eingeordnet)

Hüftarthrose (Coxarthrose), Reizungen des Rollhügels (Trochanterschmerzsyndrom), muskuläre Dysbalancen der Beckenstabilisatoren.

Differenzierte Einordnung: Viele altersbedingte Veränderungen in Gelenken sind physiologisch und verlaufen lange Zeit vollkommen schmerzfrei. Bei akuten, geschwollenen oder blockierten Gelenken sollte stets eine fachärztliche Diagnostik erfolgen.

Passende Übungen für das Hüftegelenk