Kurz erklärt: Was ist das Hand & Fingergelenk?
27 Knochen und über 30 Gelenke bilden das Präzisionswerkzeug Hand. Vom kräftigen Zupacken bis zur feinsten Schreibbewegung ermöglicht der Daumen einzigartige Opposition.
Anatomischer Aufbau im Detail
Jedes Gelenk ist ein hochgradig austariertes Gefüge aus festen und elastischen Gewebsschichten:
- Handwurzelknochen (8 Ossa carpi): Kahnbein, Mondbein, Dreiecksbein u. a.
- Handgelenk: Radiokarpalgelenk zwischen Speiche und Handwurzel.
- Daumensattelgelenk: Zweidimensional bewegliches Gelenk für Greifopposition.
- Fingergrund-, Mittel- und Endgelenke (MCP, PIP, DIP): Präzise Scharniere.
- Sehnengleitgewebe: Beuge- und Strecksehnen in schützenden Sehnenscheiden.
- Binnenmuskulatur: Interossei und Lumbricales für Feinjustierung.
Bewegungsumfang (Range of Motion)
Physiologischer Bewegungsraum: Beugung/Streckung Handgelenk ca. 140°, Daumenopposition, Fingerfaustschluss 100 %.
Um diesen Bewegungsumfang zu erhalten, benötigt das Gelenk regelmäßige endgradige Reize im schmerzfreien Raum.
Im Alltag: Bewegungsmuster & Belastungen
Schreiben, Tastaturarbeit, Öffnen von Flaschenverschlüssen, Halten von Schlüsseln und Besteck.
Muskelkraft: Die aktiven Schienen des Gelenks
Kombination aus kräftigen Unterarmmuskeln für den Faustschluss und filigranen Handbinnenmuskeln.
Beweglichkeit: Warum Einschränkungen entstehen
Morgendliche Steifigkeit kann das Halten von Tassen oder Zuknöpfen von Kleidung erschweren.
Häufige Beschwerdebilder (sachlich eingeordnet)
Daumensattelgelenkarthrose (Rhizarthrose), Heberden- und Bouchard-Arthrose der Finger, Sehnenscheidenentzündungen (Tendovaginitis).