Der Auftrieb: Bewegung in relativer Schwerelosigkeit
Taucht ein Mensch bis zum Hals ins Wasser ein, wirkt die Auftriebskraft dem Körpergewicht entgegen: Der Körper wiegt im Wasser nur noch etwa 10 Prozent seines Eigengewichts an Land. Für Menschen mit starkem Gelenkverschleiß oder Übergewicht bedeutet dies eine enorme Befreiung: Sie können Gehübungen und Beinhebungen durchführen, die an Land schmerzhaft oder unmöglich wären.
Der Wasserwiderstand als sanftes Trainingsgerät
Gleichzeitig ist Wasser etwa 800-mal dichter als Luft. Jede Bewegung erfordert das Verdrängen von Wasser. Das Besondere: Der Widerstand passt sich automatisch an das Bewegungstempo an. Bewegt man die Hand langsam, ist der Widerstand sanft; bewegt man sie schnell, steigt der Kraftaufwand progressiv an. Dies schützt vor Überlastungen.
Welcher Schwimmstil bei welchen Gelenkbeschwerden?
- Rückenschwimmen & Kraulschwimmen: Sehr günstig für Knie, Hüfte und Wirbelsäule, da die Beine eine lockere Auf- und Abbewegung ohne Scherkräfte ausführen.
- Brustschwimmen: Bei Kniearthrose oder Nackenbeschwerden mit Vorsicht zu genießen: Die Grätschbewegung der Beine kann das Innenband des Knies strapazieren, und das dauerhafte Überwasserhalten des Kopfes verspannt die Halswirbelsäule.