BEWEGUNG / WISSEN

Schwimmen & Wassergymnastik: Schwerelosigkeit für Knorpel & Sehnen

Das nasse Element entlastet Gelenke wie kein anderes. Durch das archimedische Prinzip reduziert sich das gefühlte Eigengewicht um bis zu 90 Prozent.

Der Auftrieb: Bewegung in relativer Schwerelosigkeit

Taucht ein Mensch bis zum Hals ins Wasser ein, wirkt die Auftriebskraft dem Körpergewicht entgegen: Der Körper wiegt im Wasser nur noch etwa 10 Prozent seines Eigengewichts an Land. Für Menschen mit starkem Gelenkverschleiß oder Übergewicht bedeutet dies eine enorme Befreiung: Sie können Gehübungen und Beinhebungen durchführen, die an Land schmerzhaft oder unmöglich wären.

Der Wasserwiderstand als sanftes Trainingsgerät

Gleichzeitig ist Wasser etwa 800-mal dichter als Luft. Jede Bewegung erfordert das Verdrängen von Wasser. Das Besondere: Der Widerstand passt sich automatisch an das Bewegungstempo an. Bewegt man die Hand langsam, ist der Widerstand sanft; bewegt man sie schnell, steigt der Kraftaufwand progressiv an. Dies schützt vor Überlastungen.

Welcher Schwimmstil bei welchen Gelenkbeschwerden?

Quellen & Evidenz: Unsere Artikel stützen sich auf Veröffentlichungen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG / Gesundheitsinformation.de), das Bundesgesundheitsministerium (gesund.bund.de) sowie Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).