Entlastung von Stoßspitzen
Beim Joggen oder Wandern bergab muss das Kniegelenk bei jedem Schritt Erschütterungen des Mehrfachen des Körpergewichts abfedern. Beim Radfahren hingegen entfällt der harte Fersenaufprall komplett. Da das Körpergewicht im Sattel und am Lenker abgestützt wird, bewegen sich die Beine in einer rhythmischen, geführten Kreisbahn.
Kontinuierliche Synoviaspülung
Durch die kontinuierliche Beugung und Streckung im Knie (meist zwischen 30 und 110 Grad) wird die Gelenkflüssigkeit gleichmäßig über die Knorpeloberflächen verteilt. Das fördert den Nährstoffaustausch optimal, ohne dass Scherkräfte auftreten.
Die richtige Radergonomie beachten
- Sattelhöhe: Steht die Pedale am tiefsten Punkt, sollte das Knie noch leicht gebeugt sein (ca. 10 bis 15 Grad). Ein zu tiefer Sattel überlastet die Kniescheibe.
- Trittfrequenz: Besser mit höherer Trittfrequenz (70–90 Umdrehungen pro Minute) und leichtem Gang treten als mit schwerer Übersetzung und hohem Kraftaufwand.
Quellen & Evidenz:
Unsere Artikel stützen sich auf Veröffentlichungen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG / Gesundheitsinformation.de), das Bundesgesundheitsministerium (gesund.bund.de) sowie Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).